Veröffentlicht am Dienstag, 6. November 2018

Effektiver Beitrag zur Sicherheit

Kommunaler Ordnungsdienst soll fortgeführt werden

Wer am Wochenende abends in der Stadtmitte unterwegs ist, hat sie bestimmt schon mal gesehen: Schon seit 2011 sind die Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes in der Altstadt präsent. Der KOD besteht derzeit aus einer 3-Personen-Streife, die im Bereich der Innenstadt, des Glacis und im Klenzepark unterwegs ist. Der Einsatz des Kommunalen Ordnungsdienstes hat sich so bewährt, dass er weiterhin fortgeführt werden soll.


<p>Die Innenstadt ist das Revier der kommunalen Ordnungshüter.</p>

Die Innenstadt ist das Revier der kommunalen Ordnungshüter.

(Quelle: Stadt Ingolstadt / Betz)

Zum Hauptaufgabenfeld der Ordnungshüter gehört das Schlichten von Streitigkeiten und Auseinandersetzungen, wenn Besucher der Innenstadt sich in die Haare kriegen. Neben der Ahndung von "Wildbislern" erfolgt auch die Feststellung von Ordnungswidrigkeiten, wie z.B. die Vermeidung bzw. Ahndung von übermäßigem Lärm und die Verschmutzung von Straßen und Plätzen.

Rund 2.500 Einsatzstunden pro Jahr kommen so zusammen. Allein zwischen Januar und August dieses Jahres konnten die Mitarbeiter schon 227 Bußgeldverfahren einleiten (im ganzen Jahr 2017 waren es 194) und 234 Mal präventiv tätig werden. "Die Tätigkeit des Kommunalen Ordnungsdienstes ist nicht isoliert zu betrachten", erklärt der städtische Rechtsreferent Dirk Müller. Auch aus Sicht der Polizei sei die Weiterführung des Kommunalen Ordnungsdienstes als Bestandteil der gemeinsamen Maßnahmen zur objektiven und subjektiven Sicherheit in der Innenstadt notwendig. Neben den Streifen der Polizei sind außerdem zum Beispiel auch noch Mitarbeiter der Sicherheitswacht unterwegs.

"Aus sicherheitsrechtlicher Sicht tragen die Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes durch ihre Präsenz und ihr Einschreiten bei niederschwelligen Ordnungsstörungen dazu bei, delinquentes Verhalten einzudämmen", so Müller. "Der Kommunale Ordnungsdienst ist ein wichtiger Baustein der Ingolstädter Sicherheitsstrategie. Durch Präsenz und Eingreifen konnten die Mitarbeiter zahlreiche Straftaten verhindern beziehungsweise zur Aufklärung beitragen und dadurch sowohl die gefühlte als auch die tatsächliche Sicherheit in unserer Innenstadt entscheidend stärken", erklärt Oberbürgermeister Christian Lösel. In Ingolstadt ist eine private Sicherheitsfirma für den Ordnungsdienst beauftragt. Die Stadt beobachtet aber auch die Gründung und Organisation von weiteren Kommunalen Ordnungsdiensten in Bayern und richtet das Augenmerk vor allem auf die Effizienz und den Einsatzwert bei anderen Organisationsmodellen. Die Verwaltung wird im kommenden Jahr beim nächsten Erfahrungsbericht im Stadtrat entsprechend berichten und gegebenenfalls Optimierungsvorschläge vorbereiten.


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