Veröffentlicht am Dienstag, 11. September 2018

So macht Sicherheit Spaß

Gerolfinger Grundschüler erleben an ihrem ersten Schultag ein buntes Programm rund um das Thema Verkehrssicherheit

1.181 Kinder durften am Dienstag ihren ersten Schultag in Ingolstadt feiern. Ein erster Schultag ist immer ein großer Tag, an der Grundschule in Gerolfing war darüber hinaus noch etwas ganz besonderes geboten. Die Turnhalle verwandelte sich kurzzeitig in einen Event-Saal. Es wurde gesungen, getanzt und Theater gespielt. Anlass war die Auftaktveranstaltung zur Aktion "sicher zur Schule, sicher nach Hause".


(Quelle: Götz)

Die Grundschüler hatten dafür ein buntes Programm eingeübt. Auf spielerische Weise zeigten sie, was sie schon alles über das Thema Sicherheit im Straßenverkehr wissen. "Bei rot stehen, bei grün gehen", sangen die Schüler im Chor. Und in einem anderen Lied beantworteten sie ausführlich die Frage "Was zieh ich an, damit man mich besser sehen kann?". Bei einem kleinen Theaterstück argumentierten der grün gekleidete Kasperle gegen den rot gekleideten Teufel. Der Teufel ging als Verlierer aus dem Stück und wurde stellvertretend für die rote Ampel von der Bühne gejagt.

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Verkehrswacht-Geschäftsführer Edgar Staniszewski hob hervor, wie wichtig die Sicherheit für Schullkinder ist. Natürlich können die Kinder durch richtiges Verhalten selbst einen Teil dazu beitragen. Aber da sie schon bewiesen hatten, wie gut sie sich auskennen, richtete sich der Appell des Verkehrswacht-Chefs vor allem an die Erwachsenen. Vorsicht und vorausschauendes Fahren ist gerade jetzt zum Schulanfang geboten. Und auch Eltern müssen sich an einige Regeln halten, wenn sie ihr Kind bestmöglich schützen wollen: Das Kind im Auto anschnallen, sie richtig kleiden, sprich helle, bunte Farben, die von anderen Verkehrsteilnehmern leicht erkannt werden können und den Schulweg zusammen abgehen und in den ersten Tagen die Kinder begleiten.

Schüler Lukas durfte dann den prominenten Gästen noch einige Fragen stellen. INVG-Prokurist Hans-Jürgen Binner, OB Christian Lösel und Peter Heigl, der Leiter der Polizeiinspektion Ingolstadt, standen bereit, um die Fragen von Lukas zu beantworten. "Du hast doch eigene Kinder. Wie sieht denn bei denen der Schulweg aus?", wollte er als erstes vom Stadtoberhaupt wissen. Wie die Zuhörer erfuhren, gibt es klare Verhaltensregeln für die Lösel-Kinder. Eine belebte Straße auf ihrem Schulweg dürfen sie nur durch eine Unterführung queren, bei roten Ampeln müssen sie stehen bleiben und schnelles Rennen an den Straßen ist auch untersagt.

INVG-Prokurist Hans-Jürgen Binner, von Lukas liebevoll "der Busfahrer" genannt, musste sich der Frage stellen, ob es denn nicht gefährlich sei, dass die Schulbusse häufig von den Schulkindern so überfüllt sind. Binner versicherte, dass die INVG jetzt zum Schulanfang die Busse ganz genau beobachte und, wenn es nötig wird, auch zusätzliche Busse auf die Straße schicken werde.

Polizeiinspektionsleiter Peter Heigl versicherte außerdem, dass die Polizei in den nächsten drei Wochen an neuralgischen Punkten in der Stadt verteilt stehen und dafür sorgen werde, dass die Ingolstädter Schüler sicher über die Straßen kommen. Außerdem wird die Polizei das Verhalten der Autofahrer mit Argusaugen beobachten und bei Fehlverhalten entsprechend sanktionieren. Im Rahmen der Aktion "Sicher zur Schule, sicher nach Hause" werden Polizeibeamte bis Ende September an Schulwegen unterwegs sein, um die Einhaltung der Verkehrsregeln sowohl im fließenden wie auch im ruhenden Verkehr zu überwachen.


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