Veröffentlicht am Freitag, 10. August 2018

Anklage gegen Alt-OB Alfred Lehmann zugelassen

Mit einem Prozessbeginn ist nicht vor Anfang 2019 zu rechnen

Wie bereits berichtet, wird dem ehemaligen Ingolstädter Oberbürgermeister Alfred Lehmann vorgeworfen, als Amtsträger Wohnungen in der Nähe der Saturn-Arena und beim ehemaligen Altstadtkrankenhaus vergünstigt erhalten zu haben.


Mit dem Eröffnungsbeschluss vom 31.07.2018 hat die 1. Strafkammer des Landgerichts Ingolstadt nun unter Vorsitz von Jochen Bösl die Anklage der Staatsanwaltschaft Ingolstadt vom 22.02.2018 zur Hauptverhandlung zugelassen und das Hauptverfahren gegen den Angeklagten Dr. Alfred Lehmann und zwei weitere Mitangeklagte vor der 1. Strafkammer des Landgerichts Ingolstadt eröffnet.

Die Anklage wurde gegen alle drei Angeklagten in unveränderter Form zugelassen. Alfred Lehmann hat sich danach wegen des Vorwurfs von zwei Fällen der Bestechlichkeit in einem besonders schweren Fall, hiervon einmal in Tateinheit mit zwei Fällen der Untreue in einem besonders schweren Fall zu verantworten.

Bei der zweiten Angeklagten lautet der Tatvorwurf auf Bestechung in einem besonders schweren Fall und beim dritten Angeklagten ebenfalls auf Bestechung in einem besonders schweren Fall mit Beihilfe zur Untreue in einem besonders schweren Fall.

In der Hauptverhandlung ist die Strafkammer mit drei Richtern einschließlich des Vorsitzenden und zwei Schöffen besetzt.

Aufgrund der Komplexität und des Umfangs der Anklage wird mit mehr als 10 Verhandlungstagen gerechnet. Die Abstimmung der einzelnen Termine wird in den nächsten Wochen zwischen der Kammer und den insgesamt 5 Verteidigern erfolgen. Mit einem Prozessbeginn ist also nicht vor Anfang 2019 zu rechnen.


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