Veröffentlicht am Mittwoch, 11. Juli 2018

Aufwärtstrend der INVG hält an

Situationsanalyse für das Jahr 2018 fällt durchweg positiv aus - Rekordwert von 55.674 Einsteigern pro Tag erzielt

Auch wenn der Dienstag ganz im Zeichen des endlich auf die Zielgerade einfahrenden Regionaltarifs stand, gab es bei der Sitzung des INVG-Aufsichtsrats darüber hinaus weitere erfreuliche Nachrichten zu verkünden. INVG-Geschäftsführer Robert Frank stellte dem Gremium die Situationsanalyse der INVG für das Jahr 2018 vor, die insgesamt positiv ausfällt. Es handelt sich dabei um einen Vorabbericht, da die Einführung des regionalen Gemeinschaftstarifs laut Frank viel Zeit und Anstrengung gekostet hat und man daher noch keinen Detailbericht fertigstellen konnte. Dieser soll dann in einer der folgenden Sitzungen des Aufsichtsrats vorgelegt und vertiefend erläutert werden.


(Quelle: Archiv)

Die wichtigsten Erkenntnisse aus der im März 2018 durchgeführten Analyse im Überblick:

Spitzenwerte

Mit insgesamt 55.674 Einsteigern pro Tag wurde der höchste Wert seit Bestehen der INVG erzielt. Im Vergleich zum Vorjahr stellt dies ein Plus von 0,6 Prozent dar.

Weniger Schüler-, mehr Pendlerverkehr

Während es im Schülerverkehr auf einigen Linien zu Rückgängen kam, konnten bei den Berufspendlern Steigerungen erzielt werden. Die speziellen "Audi-Linien" (X11, X12, S-Linien) etwa schlagen mit einem Plus von 94 Einsteigern pro Tag zu Buche. Laut INVG-Chef Frank entlasten ÖPNV-Zuwächse im Pendlerverkehr in hohem Maße die allgemeine Verkehrssituation und tragen daher auch über Staureduzierung zur Luftreinhaltung bei.

Binnenfahrten beliebter

Der Binnenverkehr, also die Fahrten mit Quelle und Ziel in Ingolstadt, haben mit 45.227 täglichen Fahrten einen Anteil von 81 Prozent an allen Fahrten. Fahrten mit Quelle und/oder Ziel außerhalb Ingolstadts machen entsprechend einen Anteil von 19 Prozent aus. Damit hat sich der Trend der letzten Jahre weiter verstärkt.

Samstags-Nachtfahrten unbeliebter

Gegenüber dem Vorjahr hat die Gesamtnachfrage samstags um 8,9 Prozent abgenommen, sonntags hingegen um 3,4 Prozent zugenommen.

Aufwärtstrend

Der Aufwärtstrend der Fahrgastnachfrage hält seit Jahren an. In den letzten drei Jahren konnte die INVG mehr als 5 Prozent Zuwachs verzeichnen. Das entspricht einem Plus von 1,8 Prozent pro Jahr.

Neben der aktuellen Situationsanalyse gab es im Aufsichtsrat noch einen Antrag der ÖDP zu besprechen. Die Partei, im INVG-Aufsichtsrat vertreten durch Franz Hofmaier, fordert, dass der gesamte Fuhrpark der Stadtbus Ingolstadt GmbH auf die Schadstoffklasse Euro 6 aufgerüstet werden soll.

INVG-Geschäftsführer Robert Frank erklärte, dass man bereits beschlossen habe, in Zukunft nur noch Busse anzuschaffen, die über diese Schadstoffklasse verfügen. Bei der Umrüstung des bereits bestehenden Fuhrparks könne man der ÖDP jedoch noch nicht entgegenkommen. Denn zur Zeit wird eine Umrüstung nicht vom Freistaat Bayern finanziell gefördert, da Ingolstadts Schadstoffbilanz zu gut ausfällt für eventuelle Fördermittel. Diese seien aber in Zukunft denkbar, der Freistaat und der Bund haben bereits etwas in dieser Richtung angekündigt, erklärte Lösel. Seiner Meinung nach ist es daher am sinnvollsten, wenn man noch so lange abwartet und dann die Umrüstungen vornimmt. Franz Hofmaier zeigte sich im Namen der ÖDP einsichtig. Man einigte sich auf den Kompromiss, die Busse erst dann auf die neueste Schadstoffklasse umzurüsten, wenn man dafür Fördermittel von höherer Ebene erhält.


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