Veröffentlicht am Dienstag, 10. Juli 2018

Audi kooperiert mit Huawei

Projekte im Bereich intelligent vernetzter Autos sollen voran getrieben werden / Der Audi-Absatz wächst im ersten Halbjahr um 4,5 Prozent

Audi hat bei der Entwicklung intelligent vernetzter Autos einen starken Partner gewonnen: Gemeinsam mit dem chinesischen Informations- und Telekommunikationskonzern unterzeichnete der Automobilhersteller in Berlin die Absichtserklärung für eine strategische Kooperation. Die Vereinbarung ist Teil einer großangelegten Zusammenarbeit zwischen Unternehmen beider Länder, die der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel initiiert haben.


<p>Audi China: Peking</p>

Audi China: Peking

(Quelle: AUDI AG)

"Wir intensivieren unsere gemeinsame Forschung mit Huawei im Bereich Intelligent Connected Vehicles", erklärt Saad Metz, Executive Vice President von Audi China: "Unser Ziel ist die Verbesserung der Sicherheit und Optimierung des Verkehrsflusses für eine intelligente Stadt. In den Konzepten konzentrieren wir uns dabei zunächst auf den chinesischen Markt".

Die intelligente Vernetzung von Fahrzeugen ermöglicht den Austausch relevanter Informationen mit dem Umfeld. Dafür benötigen die Autos eine qualitativ hochwertige und stabile Datenverbindung. Voraussetzung für den Ausbau dieser Kommunikation ist eine intensive Forschung und Erprobung. Die Zusammenarbeit zwischen Audi und Huawei soll auch die laufende Weiterentwicklung des automatisierten Fahrens und der Digitalisierung von Services im Fahrzeugumfeld fördern. Um die Kompetenzen der Technikexperten in beiden Fachbereichen zu stärken, vereinbaren beide Parteien zusätzlich die gemeinsame Entwicklung von Schulungsprogrammen.

"Wir betreten ein neues Zeitalter intelligenter Fahrzeuge, in dem neue technologische Synergien zwischen der Informations- und Kommunikationstechnik und der Automobilindustrie geschaffen werden", sagt Veni Shone, President of LTE Solution, Huawei. "Durch verstärkte Innovationen in der mobilen Konnektivität verpflichtet sich Huawei der Transformation des Fahrerlebnisses."

2017 war Audi als erster ausländischer Autohersteller gemeinsam mit Huawei und den chinesischen Behörden am erstmaligen Einsatz von "LTE-V" auf öffentlichen Straßen in der ostchinesischen Millionenstadt Wuxi beteiligt. "LTE-V" ist eine Technologie, welche die Kommunikation von vernetzten Autos mit ihrer Umwelt ermöglicht. Dabei wurden den Fahrern durch die Verbindung zu Ampelsystemen und Videoüberwachung an Kreuzungen Verkehrs- informationen in Echtzeit übermittelt.

Im September 2018 geht das Projekt auf der "World Internet of Things Exposition" in Wuxi mit einem noch breiteren Anwendungsspektrum in die nächste Phase.

Audi-Absatz wächst im ersten Halbjahr um 4,5 Prozent

Die AUDI AG hat im Juni rund 164.000 Premium-Automobile an Kunden übergeben. Damit lagen die Verkäufe 3,8 Prozent unter dem starken Ergebnis des entsprechenden Vorjahreszeitraums. In den USA blieben die Verkäufe der Vier Ringe mit einem Plus von 0,3 Prozent auf Vorjahresniveau. Damit verzeichnet Audi of America den 90. Rekordmonat in Folge. In China erreichten die Auslieferungen aufgrund der angekündigten Zoll-Senkungen das Rekordniveau aus dem Jahr 2017 nicht (-7,2%). Auch in Europa verkaufte Audi 1,8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Weltweit und über alle Audi-Modelle hinweg stiegen die Auslieferungen seit Jahresbeginn um 4,5 Prozent. Die kumulierten Verkäufe belaufen sich damit auf rund 949.300 Einheiten.

"Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen haben wir uns dank der positiven Entwicklung im asiatischen Raum und Nordamerika im ersten Halbjahr gut behauptet", sagt Bram Schot, kommissarischer Vorstandsvorsitzender und Vorstand für Vertrieb und Marketing der AUDI AG. "Wir erwarten ein forderndes, aber auch spannendes zweites Halbjahr mit weiteren Modellwechseln und der Vorstellung unseres ersten rein-elektrischen Modells, des Audi e-tron."

In den USA blieb die Anzahl der Auslieferungen im Einzelmonat Juni mit einem Plus von 0,3 Prozent auf Vorjahresniveau. Mit 19.471 Verkäufen markiert der vergangene Monat für Audi of America den 90. Rekordmonat in Folge. Monat für Monat hat das Unternehmen seinen Wachstumskurs fortgesetzt und seit Jahresbeginn 107.942 Automobile ausgeliefert, 4,8 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2017. Auch in Kanada (+0,1%) blieb die Anzahl der Auslieferungen im Juni auf Vorjahresniveau: 3.859 Kunden nahmen dort ihren neuen Audi entgegen. Insgesamt gingen in Nordamerika die Verkäufe im vergangenen Monat um 0,5 Prozent zurück. Die Halbjahresbilanz zeigt aber weiterhin ein starkes Ergebnis: Im ersten Halbjahr erhöhte der Premiumhersteller seinen Absatz inNordamerika um 5,3 Prozent auf rund 135.000 Kunden.

In China übertreffen 306.590 kumulierte Auslieferungen seit Januar den Referenzwert des Vorjahres um 20,3 Prozent. Im Einzelmonat Juni verzeichnete Audi mit 48.177 übergebenen Automobilen ein Minus von 7,2 Prozent gegenüber dem Vergleichswert von 2017. Die Kaufzurückhaltung der Kunden folgte auf die Ankündigung der chinesischen Regierung, Zölle auf einige Autos und bestimmte Autoteile zu senken. Substanzielle Zuwächse registrierte die Marke beim Audi A4L (+29,1% auf 12.763 Autos). In den ersten sechs Monaten lagen die Verkäufe dieses Mittelklasse-Modells gegenüber dem Vorjahr um 65,1 Prozent im Plus. Seit Jahresbeginn entschied sich rund jeder vierte chinesische Kunde für die Langversion des A4. Mit 74.741 abgesetzten Autos ist das Modell im Jahresverlauf der meistverkaufte Audi im Reich der Mitte.

In Europa sank die Nachfrage im Juni um 1,8 Prozent gegenüber Vorjahr auf rund 78.750 Autos. Die kumulierten Verkäufe in der Region lagen zur Jahresmitte mit rund 439.450 Einheiten um 4,2 Prozent im Minus. Im Rahmen der Modelloffensive tauscht Audi 2018 in Europa Modelle aus, die rund ein Drittel seines gesamten Absatzes ausmachen. Während im ersten Halbjahr die neu gestarteten Modelle Audi A7 (+41,7%) und A8 (+21,3) hohe Zuwächse erzielten, wirkte sich vor allem der anstehende Generationswechsel beim A6 als beliebtes Audi-Modell für Flottenkunden noch bremsend auf die Verkaufsbilanz in Europa aus (-10,2%). Der Marktstart der A6 Limousine steht kurz bevor, im Spätsommer kommt der neue A6 Avant in den europäischen Handel.

In Deutschland standen im Einzelmonat Juni 27.603 Kundenauslieferungen für ein Minus von 2,5 Prozent. Im zweitgrößten europäischen Markt Großbritannien setzte Audi im vergangenen Monat 14.502 Automobile ab (-4,7%). Im Jahresverlauf liegen die britischen Verkäufe (-0,9% auf 89.232 Einheiten) nur leicht hinter dem starken Vorjahreswert.

Unter den weiteren Kernmärkten Europas meldeten für den Monat Juni insbesondere Spanien (+8,6% auf 5.662 Autos) und Italien (+6,8% auf 6.765 Autos) Wachstum. Auch kumuliert zählte Italien im ersten Halbjahr (+1,5% auf 35.523 Autos) zu den erfolgreichsten europäischen Exportmärkten, gefolgt von Spanien mit 31.505 Auslieferungen (+4,1%).

Wichtige Impulse für die europäischen Verkäufe setzte der Audi Q2. Mit einer Absatzsteigerung von 7,8 Prozent und rund 45.950 verkauften Einheiten in den ersten sechs Monaten ist er das drittbeliebteste Modell bei den europäischen Audi-Kunden.


Anzeige