Veröffentlicht am Freitag, 29. Juni 2018

Klinikum-Affäre: Bewährungsstrafe für Ex-Pressesprecher

Urteil wegen Beihilfe zur Untreue in 2 Fällen - keine persönliche finanzielle Bereicherung im Spiel

Im Ermittlungskomplex "Klinikum Ingolstadt GmbH" hat die Staatsanwaltschaft Ingolstadt nunmehr gegen einen weiteren Beschuldigten einen Schuldspruch erwirkt. Die Behörde teilt dazu mit:

Das Amtsgericht Ingolstadt hat den ehemaligen Pressesprecher des Klinikums Ingolstadt auf Antrag der Staatsanwaltschaft durch rechtskräftigen Strafbefehl wegen Beihilfe zur Untreue in 2 Fällen zu einer Freiheitstrafe von 10 Monaten, deren Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt wurde, verurteilt.


(Quelle: Klinikum Ingolstadt)

Im Strafbefehl des Amtsgerichts Ingolstadt wird dem ehemaligen Pressesprecher des Klinikums Ingolstadt zur Last gelegt, den früheren Geschäftsführer bei der Bevorzugung von dessen Familienangehörigen unterstützt zu haben. Zum einen geht es um den Verkauf von Waren des Klinikums im Klinikshop auf eigene Rechnung, zum anderen um die Beschäftigung eines Familienmitglieds über eine Fremdfirma. Der Strafbefehl geht von einem Schaden für die Klinikum Ingolstadt GmbH im unteren sechsstelligen Bereich aus.

Die verhängte Freiheitsstrafe konnte zur Bewährung ausgesetzt werden, da der ehemalige Pressesprecher des Klinikums lediglich auf Veranlassung des damaligen Geschäftsführers gehandelt hat, ohne selbst finanziellen Nutzen aus den Straftaten zu ziehen. Überdies war er geständig und hat durch seine Angaben zur Aufklärung des Gesamtkomplexes beigetragen. Zudem wurde berücksichtigt, dass er sich in dieser Sache fast drei Monate in Untersuchungshaft befunden hat.


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