Veröffentlicht am Mittwoch, 13. Juni 2018

Gastro-Kontrolle: Festnahme im Raum Ingolstadt

Bundesweit wurden Gastronomiebetriebe durch den Zoll unter die Lupe genommen

Ermittlungsbeamte des Hauptzollamts Augsburg hatten am Freitag in den späten Nachmittags- und frühen Abendstunden eine Vielzahl von Unternehmen des Gastronomiegewerbes unter die Lupe genommen. Wie das Hauptzollamt mitteilt, glichen mehr als 80 Zöllnerinnen und Zöllner die Angaben der befragten Personen mit den Geschäftsunterlagen und den bei der Deutschen Rentenversicherung vorliegenden Meldungen ab. Hierbei wurde eine Vielzahl von Unregelmäßigkeiten festgestellt, die weitere Prüfungen und Ermittlungen durch den Zoll nach sich ziehen werden.


(Quelle: Hauptzollamt Augsburg)

Bei den festgestellten Zuwiderhandlungen handelt es sich im Einzelnen um typische Verstöße im Bereich der Schwarzarbeit, wie die Beschäftigung von Ausländern ohne Aufenthalts- oder Arbeitserlaubnis (3 Fälle), Vorenthalten und Veruntreuen von Arbeitsentgelt (12 Fälle) und Mindestlohnunterschreitung (7 Fälle). In einem Fall von Scheinselbständigkeit wird ebenfalls weiter ermittelt. In 9 Fällen wurden sonstige Verstöße festgestellt.

Die Prüfung wurde teilweise von der Landespolizei begleitet. Im Raum Ingolstadt konnte die Polizei bei einer Prüfung deshalb einen Haftbefehl gegen einen zur Festnahme ausgeschriebenen Beschuldigten vollziehen.

Bundesweite Schwerpunktprüfungen sind großangelegte Einsätze, die in jeweiligen Branchen zum selben Zeitpunkt in ganz Deutschland durchgeführt werden. Bei dieser aktuellen Prüfung wurde der Schwerpunkt auf das Hotel- und Gastronomiegewerbe gelegt.


Anzeige