Veröffentlicht am Donnerstag, 6. Dezember 2018

Innovationspreis für Zentralkläranlage

Freistaat unterstützt Ingolstadts innovatives Abwasserprojekt mit 720 000 Euro

Der Stickstoffanteil im Abwasser der Zentralkläranlage soll mit einem neuen technologischen Verfahren reduziert werden, das in Ingolstadt erstmals großtechnisch zum Einsatz kommt. Geplant ist der Umbau eines bestehenden Beckens in einen Reaktor im Wirbelschwebebettverfahren zur gezielten Stickstoffentfernung. Eine Jury des Bayerischen Umweltministeriums hat dieses geplante Projekt mit dem Abwasserinnovationspreis 2018 ausgezeichnet.


<p>(v.l.) Planungsingenieur Dieter Schreff, Umweltminister Thorsten Glauber, OB Christian Lösel und der Betriebsleiter der Kläranlage Ingolstadt Wolfgang Gander</p>

(v.l.) Planungsingenieur Dieter Schreff, Umweltminister Thorsten Glauber, OB Christian Lösel und der Betriebsleiter der Kläranlage Ingolstadt Wolfgang Gander

(Quelle: Stadt Ingolstadt / Klarner)

Umweltminister Thorsten Glauber überreichte die Auszeichnung heute in München an Oberbürgermeister Christian Lösel. "Ein Vorzeigeprojekt, das anderen Kommunen als Vorbild dienen kann", so der Umweltminister in seiner Laudatio. Verbunden mit der Auszeichnung ist eine Förderung in Höhe von 720.000 Euro. "Das Projekt zur Stickstoffreduzierung ist ein sehr gutes Beispiel, wie wir durch neue Technologien den Umweltschutz verbessern können. Es ist nicht nur ökologisch nachhaltig, sondern auch ökonomisch, denn durch dieses innovative Verfahren sparen wir uns einen größeren Umbau der Kläranlage, der viel teurer wäre. Danke an unsere Mitarbeiter und Planer und an den Freistaat für die größtmögliche Unterstützung", freut sich OB Lösel.

Die Umbaumaßnahmen für dieses innovative Verfahren sollen ab Mitte 2019 beginnen und bis 2020 abgeschlossen sein. Die Gesamtkosten werden mit 1,2 Millionen Euro angegeben, die Förderung durch den Freistaat erfolgt mit dem höchsten Satz von 60 Prozent.




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