Veröffentlicht am Mittwoch, 16. Mai 2018

Anspannung vor dem Saisonfinale

In der Kreisliga und den beiden Kreisklassen wird es im Endspurt noch einmal richtig spannend

Drei Spieltage vor dem Saisonende ist in fast allen Ligen noch offen, wer auf- und wer absteigt. Wir geben euch einen Überblick über der Stand in der Kreisliga I und den Kreisklassen I und II.


<p><b>Aufgeheizte Stimmung: Sandersdorfs aufgebrachter Trainer Giuseppe Mele wird von Schiedsrichter Julian Müller im Spiel gegen den TSV Etting beruhigt. </b> </p>

Aufgeheizte Stimmung: Sandersdorfs aufgebrachter Trainer Giuseppe Mele wird von Schiedsrichter Julian Müller im Spiel gegen den TSV Etting beruhigt.

(Quelle: Jürgen Schuhmann)

Kreisliga I

Die Regionalliga-Reserve des VfB Eichstätt (48 Punkte) kann sich die Meisterschaft mit einem Sieg beim enttäuschenden Tabellensechsten FC Gerolfing schon an diesem Wochenende sichern. Bei einem Vorsprung von sechs Zählern auf den ersten Verfolger TSV Gaimersheim (42) und dem gewonnen direkten Vergleich wäre den "Jungs", wie die Eichstätter genannt werden, der direkte Aufstieg in die Bezirksliga nicht mehr zu nehmen. Die Gaimersheimer wiederum haben gute Chancen, in der Relegation um den Aufstieg spielen zu dürfen, denn der Tabellendritte SV Manching II (41), vor der Saison erst in die Kreisliga aufgestiegen, könnte wegen des drohenden Abstiegs der ersten Mannschaft in die Bezirksliga raus aus dem Rennen um den Aufstieg sein und die DJK Ingolstadt auf Platz vier hat drei Punkte Rückstand auf die Gaimersheimer, bei verlorenem direkten Vergleich. Der FC Sandersdorf hat bei 37 Punkten nur noch Außenseiterchancen.

<p><b>Feines Füßchen: Christian Schneider ist mit seinem FC Wackerstein-Dünzing akut abstiegsgefährdet, was ihn gegen Erick Pereira De Aroujo von der DJK Ingolstadt aber nicht daran hinderte, es mit technischen Mitteln zu versuchen - am Ende jedoch ohne Erfolg: Die Partie endete 4:3 für die DJK. </b> </p>

Feines Füßchen: Christian Schneider ist mit seinem FC Wackerstein-Dünzing akut abstiegsgefährdet, was ihn gegen Erick Pereira De Aroujo von der DJK Ingolstadt aber nicht daran hinderte, es mit technischen Mitteln zu versuchen - am Ende jedoch ohne Erfolg: Die Partie endete 4:3 für die DJK.

(Quelle: Jürgen Schuhmann)

So gut wie abgestiegen ist der TSV Etting, der lediglich 14 Punkte während der Saison holen konnte und damit schon sieben Zähler Rückstand auf den Abstiegs-Relegationsplatz hat. Diesen belegt der FC Wackerstein-Dünzing (21) dank des 4:2-Hinspielsiegs über den FC Hepberg, der punktgleich auf dem ersten direkten Abstiegsplatz liegt. Am letzten Spieltag könnte es zur Entscheidung kommen, wenn die Hepberger den Aufsteiger zum Showdown empfangen. Aufpassen müssen auch noch der TSV Hohenwart (24) und der SV Karlshuld (26).

Kreisklasse I

Am oberen Tabellenbild der Kreisklasse I wird sich voraussichtlich nicht mehr viel ändern, denn Ligaprimus TSV Großmehring hat dank einer fast fehlerfreien Saison (nur zwei Remis und eine Niederlage) bereits 62 Punkte sammeln können und damit vier Zähler mehr auf dem Konto als der SV Kasing. Dieser behielt zwar in den direkten Duellen die Oberhand - so gewann Kasing das Rückspiel mit 2:0 und sicherte sich auch beim 1:1 im Hinspiel einen Punkt - auf die gesamte Saison gesehen war der Absteiger jedoch konstanter als die Kasinger. Immerhin den Relegationsplatz haben sie bei satten 15 Punkten Vorsprung auf die drittplatzierten Denkendorfer aber sicher.

Im Abstiegskampf ist es dafür umso spannender. Fünf Mannschaften stecken hier noch mittendrin und müssen zittern. Schlusslicht ist der TV 1861 Ingolstadt, der mit nur einem Sieg aber auch wieder auf den Relegationsplatz springen könnte, den aktuell der FC Arnsberg (21) innehat - dicht gefolgt von den punktgleichen Irfersdorfern, die ebenfalls erst vor der Saison in die Kreisklasse aufgestiegen sind. Den ersten Platz am rettenden Ufer nimmt der SV Buxheim (23) ein, der aber gefährlich nahe am Abstiegsstrudel liegt. Ausgerechnet an diesem Wochenende könnte sich die Situation für die Buxheimer extrem zuspitzen - oder aber sehr entspannen, wenn Schlusslicht TV nach Buxheim zum Abstiegskrimi reist. Ebenfalls noch keineswegs gesichert ist die zweite Mannschaft des FC Gerolfing (25).

Kreisklasse II

Ähnlich nervenaufreibend wie das Abstiegsrennen in der Kreisklasse II verspricht der Kampf um den Aufstieg von der Kreisklasse II in die Kreisliga zu werden. In der Pole-Position liegt der BC Uttenhofen (41), den nicht viele vor der Saison auf dem Schirm hatten. Uttenhofen konnte am vergangenen Wochenende Croatia Großmehring die Tabellenführung abluchsen, nachdem der vormalige Spitzenreiter mit 0:5 gegen den SV Hundszell untergegangen war, was dem Aufsteiger bei den 1:6- (in Uttenhofen) und 0:6-Klatschen (zuhause gegen den Türkisch SV Pfaffenhofen) zuvor schon zweimal ähnlich unterlief. Dennoch dürfen sich die Großmehringer mit ebenfalls 41 Punkten noch immer mehr als berechtigte Hoffnungen auf den zweiten Aufstieg in Folge machen. Diesen Traum haben auch Absteiger FC Geisenfeld und der TSV Reichertshofen (beide 38) noch nicht begraben. Wohl nur noch rein theoretische Chancen im Meisterschaftsrennen haben die SpVgg Langenbruck (35) und der FC Tegernbach (34).

Den Abstieg perfekt machen kann an diesem Spieltag der MTV Pfaffenhofen (17), der bei acht Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz mit dem bitteren Gang in die A-Klasse planen muss. Kurios: Erst am vergangenen Wochenende sicherte sich die Pfaffenhofener Reserve den Aufstieg in die A-Klasse. Ob der krisengebeutelte Verein, der nach internen Querelen viele Abgänge ersetzen muss, tatsächlich mit erster und zweiter Mannschaft in der A-Klasse antreten wird, was regelkonform wäre, steht noch nicht fest, erscheint aber unwahrscheinlich. Davor streiten sich mit dem TSV Lichtenau (24) und dem Türkisch SV Pfaffenhofen (25) zwei Teams um den Klassenerhalt, die vor dem Saisonstart niemand in diesen Gefilden erwartet hätte. Noch können sie aber den Abstieg und sogar die Relegation verhindern, denn mit dem SV Geroldshausen (26) und dem FC Fatih Ingolstadt liegen zwei Mannschaften in Schlagdistanz (28).