Veröffentlicht am Donnerstag, 12. April 2018

Eine GmbH weniger?

Womöglich ist die Zeit für die ITK abgelaufen

Der bisherige Geschäftsführer der Ingolstadt Tourismus und Kongress GmbH (ITK), Dr. Jürgen Amann, verlässt die Schanz und geht nach Dresden. Grund genug darüber nachzudenken, ob einfach ein neuer Geschäftsführer bestellt werden sollte oder Strukturen neu geordnet werden könnten. Als im Jahre 2005 die ITK gegründet wurde, da gab es laute Stimmen bei Audi und dem Ingolstädter Hotel- und Gaststättenverband, die für eine eigene Gesellschaft plädierten und Mitarbeit und finanzielle Unterstützung in den Raum stellten. Am Ende wurde die ITK ohne Audi und Hotel- und Gaststättenverband gegründet und zwar als hundertprozentige Tochter-GmbH der IFG.


(Quelle: Archiv)

Da stellt sich die Frage, warum es dieser Gesellschaft bedarf. Hinzu kommt: Das im Bau befindliche Kongress-Zentrum wird nicht von der ITK, sondern vom Pächter des Kongress-Hotels, der Maritim Hotel-Gruppe, betrieben werden. Eine sinnvolle Entscheidung. Wozu führt dann die ITK noch den Namensbestandteil "Kongress"? Man kann also mit Fug und Recht darüber nachdenken, den Bereich Tourismus direkt als Abteilung der IFG zu führen, ihn in die Gemeinnützige Veranstaltungs GmbH Ingolstadt einzubringen oder wieder dem Presseamt zuzuschlagen, wo er bis 2002 angesiedelt war. Wir hätten eine GmbH weniger. Die Bedeutung des Tourismus wird dadurch nicht geschmälert; hat sich doch Oberbürgermeister Christian Lösel in seiner Antrittsrede im Mai 2014 ausdrücklich dazu bekannt.