Veröffentlicht am Montag, 8. Januar 2018

Starke Rückkehrer!

Bezirksligist TSV Oberhaunstadt landet mit zwei alten Bekannten echte Coups

Oberhaunstadts Trainer Daniel Fries überraschte im Interview mit Blickpunkt zuletzt, als er erklärte, dass er mit Rang elf, dem ersten Platz über dem Strich in der Bezirksliga Oberbayern Nord, nicht zufrieden sei. Immerhin ist der TSV Oberhaunstadt damit die erste Mannschaft seit dem TSV Rohrbach in der Saison 2013/2014, die als Aufsteiger der Kreisliga I nicht auf einem Abstiegsplatz überwintert. Für den ehrgeizigen Übungsleiter aber kein Grund, in Euphorie auszubrechen. Denn in seiner Mannschaft steckt mehr, da ist er sich sicher. Am Saisonende soll es daher mindestens ein einstelliger Tabellenplatz sein, verkündete der frischgebackene Familienvater dann noch.


<p>Eine echte Waffe: Maximilian Kopold soll das Angriffsspiel der Oberhaunstädter (erst 22 Tore) variabler gestalten. </p>

Eine echte Waffe: Maximilian Kopold soll das Angriffsspiel der Oberhaunstädter (erst 22 Tore) variabler gestalten. 

(Quelle: Stefan Bösl / kbumm)

Die Chancen, dieses Ziel zu erreichen, sind durch zwei Neuzugänge mit einem Schlag massiv gestiegen, denn den Oberhaunstädtern ist es gelungen, in der Winterpause zwei echte Kracher zu verpflichten. Wichtig für den Klub, der fast ausschließlich auf eigene Jugendspieler setzt: Es sind zwei alte Bekannte. Denn sowohl Maximilian Kopold als auch Ferdinand Hofweber haben eine TSVO-Vergangenheit.

Kopold schnürte seine Fußballschuhe für die Haunstädter schon, als die zuletzt in der Bezirksliga spielten (2011/2012). Der torgefährliche Mittelfeldspieler kickte also auch schon mit Trainer Fries zusammen. In den drei anschließenden Spielzeiten war Kopold die Lebensversicherung des TSV Ober- und Unterhaunstadt: In 56 Partien gelangen ihm unglaubliche 56 Treffer, pro Spiel ein Tor! Sein Abschied in Richtung Karlskron im Sommer 2015 war für die Oberhaunstädter daher ein schwerer Schlag. Doch der Kontakt zu Fries und zu den ehemaligen Mitspielern riss nie ab. Ausgerechnet jetzt, in der Winterpause, einer äußerst schwierigen Phase für Transfers, konnte Übungsleiter Fries nun seinen Wunschspieler zurück "nach Hause" lotsen.

Ein absoluter Wunschtransfer, von langer Hand geplant, war auch die Rückholaktion von Ferdinand Hofweber, der mit vielen Spielern der ersten und zweiten Mannschaft in der Haunstädter Jugend gekickt hatte, ehe es ihn zum 2012 TSV Kösching gezogen hat. Als damals 18-Jähriger wurde Hofweber Kapitän der Köschinger, die zu jener Zeit noch in der Bezirksliga vertreten waren. Trotz des doppelten Abstiegs 2014 und 2015 und dem erneuten Abstieg 2017 hielt der defensive Mittelfeldspieler seinen Köschingern die Treue. Der Lohn: Der inzwischen 23-Jährige wurde zum Co-Trainer des Kreisklassisten befördert. Als sich Cheftrainer Francesco Cosentino und der Verein im Oktober trennten, übernahm Hofweber sogar komplett. Nun jedoch der Abschied. Hofweber will es noch einmal höherklassig versuchen, nicht einer vertanen Chance hinterhertrauern.


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Ingolstadt, Oberbayern, Bayern, Deutschland