Veröffentlicht am Dienstag, 14. November 2017

"Mir ham uns narrisch g'freit"

Große Freude nach der Auszeichnung für den Ingolstädter Donauwurm

Die Stadt freut sich über die Auszeichnung und die Anerkennung von 3000 Euro für den Ingolstädter Donauwurm. Oder wie es Ulrich Linder vom Gartenamt Ingolstadt ehrlich-bayerisch ausdrückte: "Mir ham uns narrisch g'freit". Denn immerhin steckt jede Menge Herzblut der verschiedenen Akteure in diesem Projekt. Die anderen Projekte, die eingereicht wurden, waren laut Ulrich Linder auch von hoher Qualität. Allerdings müsse berücksichtigt werden, dass hier teilweise Millionenbeträge investiert wurden, während in Ingolstadt mit vorhandenen Mitteln gearbeitet wurde. 395 000 Euro brutto wurden in den Donauwurm gesteckt. Mit verhältnismäßig wenig Geld konnte also etwas "mutiges" entstehen, das von der Bevölkerung auch positiv aufgenommen wird. OB Dr. Christian Lösel selbst bekommt als Familienvater auch immer wieder positive Rückmeldungen zugetragen.


<p>Stadtbaurätin Renate Preßlein-Lehle, OB Dr. Christian Lösel und Gartenamtschef Ulrich Linder freuen sich über die Auszeichnung</p>

Stadtbaurätin Renate Preßlein-Lehle, OB Dr. Christian Lösel und Gartenamtschef Ulrich Linder freuen sich über die Auszeichnung

(Quelle: Rohner)
<p>Plan 3. Bauabschnitt Donauwurm</p>

Plan 3. Bauabschnitt Donauwurm

(Quelle: Stadt Ingolstadt)

Götz Stehr, Präsident des GALK e.V. (Deutsche Gartenamtsleiterkonferenz), begründete die Entscheidung für den Donauwurm auf den ersten Rängen in seiner Laudatio wie folgt: "Dieser mutige Entschluss, das Wasser des Baggersees bewusst zum Bestandteil des Spielplatzes zu machen, ist sehr zu begrüßen und sollte Anregung und Aufforderung zur Nachahmung sein". Wird diese Idee jemand nachahmen?

Momentan sieht es erst einmal danach aus, dass Ingolstadt selbst seine Idee nachahmt beziehungsweise erweitert. Denn neben einem neuen Wasserspielplatz im Norden, auf der Landesgartenschau im Jahr 2020, ist auch ein "Wurmfortsatz", wie Stadtbaurätin Renate Preßlein-Lehle es liebevoll nennt, geplant. Die Infrastruktur (Parken, Sanitäreinrichtungen, Verpflegungsmöglichkeiten und Freizeiteinrichtungen) sei optimal und die Resonanz gut, was sozusagen Motivation und Anerkennung genug ist, um eine Erweiterung in Betracht zu ziehen. Im Jahr 2018 soll es mit der Detail-Planung losgehen und pünktlich zum Sommer 2019 soll er optimalerweise fertig gestellt sein. Nach aktuellem Stand wird die Erweiterung die Stadt 58 000 Euro netto kosten. Mit dem "Wurmfortsatz" bekommen dann noch mehr Menschen die Gelegenheit diesen schönen Ort mit ihrer Familie genießen zu können.

Gegen 75 Mitbewerber und letztendlich 18 Mit-Nominierte konnte sich der Ingolstädter Donauwurm am vergangenen Freitag auf der Internationalen Fachmesse für Freiraum, Sport- und Bäderanlagen (FSB) in Köln durchsetzen.

Für die städtischen Vertreter aus dem Gartenamt und dem Referat für Stadtentwicklung und Baurecht, sowie für die Landschaftsplaner vom Büro studioB aus München, blieb es bis zum Schluss spannend. Bereits vor der Preisverleihung stand fest, dass einer der neun Hauptpreise eingeheimst werden würde. Aber, dass der Ingolstädter Wasserspielplatz im Bereich "Themenspielplätze" sogar einen der drei Plätze im ersten Rang belegen würde, war für alle eine Überraschung.