Veröffentlicht am Donnerstag, 12. Oktober 2017

"Wir fahren nach Dresden, um zu gewinnen!"

FCI-Coach Stefan Leitl will mit seinen Schanzern den nächsten Sieg einfahren

"Mir gefällt's hier!", eröffnete der Schanzer Trainer die Pressekonferenz, die diesmal ausnahmsweise in der kleinen Presse-Lounge im Funktionsgebäude stattfand, bevor er zum Personalstand Auskunft gab: Tobias Schröck , Maximilian Thalhammer und wohl auch Moritz Hartmann stehen für das Wochenendspiel nicht zur Verfügung, während Almog Cohen und Örjan Nyland gesund und fit von ihren Länderspiel-Einsätzen zurückkamen. Der restliche Kader hat die Pause genutzt, um "intensiv zu trainieren und den Schwerpunkt nochmal auf das Spiel gegen den Ball zu legen", wie Leitl erklärte. "Mit dem Ablauf und dem Engagement der Jungs war ich sehr zufrieden." 

Dreifach punkten in Dresden 


<p>Chefcoach Stefan Leitl bei der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Dynamo Dresden</p>

Chefcoach Stefan Leitl bei der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Dynamo Dresden

(Quelle: Sabine Kaczynski)
<p>Örjan Nyland ist bereit für das Match gegen Dresden</p>

Örjan Nyland ist bereit für das Match gegen Dresden

(Quelle: Jürgen Meyer)

Seit Montag liegt nun der Fokus auf dem nächsten Gegner, Dynamo Dresden. "Das ist eine sehr hohe Hürde für uns, denn sie spielen bei Ballbesitz sehr flexibel, verteidigen aber auch sehr aggressiv nach vorne." Aber die Schanzer wollen nachlegen und punkten - und zwar dreifach. Ex-Dresdner Stefan Kutschke wird dabei wohl besonders im Blickfeld der Fans sein - es dürfte ihn wohl ein Pfeifkonzert erwarten. "Ich finde es grundsätzlich erstmal schön, wenn ich ins gegnerische Stadion fahre und ausgepfiffen werde", schmunzelt Leitl, "ich glaube, dass Kutsche das nichts ausmacht, damit kann er aber umgehen, da mache ich mir keine Sorgen." Ob der Stürmer überhaupt zum Einsatz kommen oder Dario Lezcano den Vorzug erhalten wird, weiß der FCI-Coach noch nicht, auch nicht, wer die Rolle des "6ers" diesmal übernimmt: "Aber das sind schöne Kopfschmerzen, die uns die Jungs da bereiten", lacht er. Er habe eben einen ausgeglichenen Kader und es werde auch zwischendurch harte Entscheidungen geben müssen, die aber offen kommuniziert würden. Über seinen Ex-Co-Trainer Michael Henke, dessen Weggang gestern bekannt gegeben wurde, meinte er: "Das Trainerteam sollte etwas kleiner werden. Ich habe meinen Co-Trainer mit Andre Mijatovic bekommen, mit dem ich in den nächsten Jahren arbeiten möchte. Leider konnte sich Micha (Henke, d. Red.) nicht mit dem Verein einigen. Er hat hier sensationelle Arbeit abgeliefert und war wichtiger Bestandteil des Trainerteams, dafür gebührt ihm Dank. Aber ich muss seine Entscheidung akzeptieren, damit ist das Thema dann auch für mich erledigt." 

Selbstvertrauen getankt 

Örjan Nyland, der sich mit Norwegen zwar nicht für die WM qualifizieren konnte, hat dennoch durch seine gute Leistung in der Nationalmannschaft Selbstbewusstsein getankt: "Ich habe mit der Mannschaft gesiegt, zu Null gespielt und ein paar gute Bälle gehalten, das war gut", so der Keeper. "Ich habe nie aufgegeben, sondern auf meine Chance gewartet und sie jetzt auch genutzt. Ich war geduldig genug - und jetzt habe ich einen Trainer, der mir vertraut, deshalb bringe ich nun auch gute Leistungen, möchte der Mannschaft helfen und keine Tore kassieren", beschreibt er seine derzeitige Situation bei den Schanzern. Das Team müsse aber noch stabiler werden, wenn man oben in der Tabelle mitspielen wolle. Den nächsten Gegner Dynamo Dresden hält er für eine fußballerisch gute Mannschaft mit viel Qualität. "Wir müssen 90 Minuten konzentriert spielen, unsere Chancen nutzen und weiterhin gut verteidigen", meint Nyland. Michael Henkes Ausscheiden sieht er als normal an: "Der Trainer hat sein Team ausgewählt, das machen alle Trainer so. Michael Henke war ein sehr guter Trainer, aber auch der neue Co-Trainer hat einen guten Eindruck auf mich gemacht." Angst vor der Atmosphäre in Dresden hat der Torhüter nicht: "Ich finde es gut, wenn Stimmung da ist, da freue ich mich drauf. Hoffentlich motiviert uns das, ein gutes Spiel zu machen. Ich bin bereit - und ich weiß, dass die Mannschaft das auch ist."