Veröffentlicht am Donnerstag, 12. Oktober 2017

"Schießerei" in der MVA

Am Freitag Abend wird die Folge von "Die Chefin" ausgestrahlt, die in der Ingolstädter MVA gedreht wurde

Die im Mai 2017 in Ingolstadt gedrehte Folge der ZDF-Krimireihe "Die Chefin" wird am Freitag im ZDF gesendet. 150 kg von der Polizei beschlagnahmtes Kokain soll in der Müllverwertungsanlage sicher entsorgt werden. Dabei kommt es zum Schusswechsel im Müllbunker.

Die Dreharbeiten in der Anlage im Mai dieses Jahres waren eine besondere Herausforderung für die Mitarbeiter der MVA. 65 Akteure der Produktionsfirma vor und hinter der Kamera sorgten für einen reibungslosen Ablauf der zweitägigen Dreharbeiten. Die besondere Herausforderung für die Ingolstädter lag darin, dass die Anlage ohne Störungen weitergelaufen ist. Zwei Kollegen durften auch ihre schauspielerischen Fähigkeiten als Statisten in der Folge unter Beweis stellen.


<p>"Die Chefin" ermittelt: Vera Lanz (Katharina Böhm) mit ihrem Kollegen Paul Böhmer (Jürgen Tonkel) auf Spurensuche.</p>

"Die Chefin" ermittelt: Vera Lanz (Katharina Böhm) mit ihrem Kollegen Paul Böhmer (Jürgen Tonkel) auf Spurensuche.

(Quelle: ZDF / Michael Marhoffer)
<p>Dreharbeiten in der MVA</p>

Dreharbeiten in der MVA

(Quelle: MVA)

Wir berichteten in Blickpunkt:

Mit einem Anruf Ende März begann die "Filmkarriere" der Müllverwertungsanlage Ingolstadt (MVA). Zwar war die Anlage schon im Rahmen dokumentarischer Produktionen (unter anderem für Galileo) zu sehen, aber ein Spielfilmdreh in Mailing, das ist neu. Ein Filmteam des ZDF besuchte die MVA kürzlich, war begeistert von der Anlage und entschied, hier einen rasanten Film zu drehen. Voraussetzung für die Dreharbeiten war neben der sicheren Abwicklung aber, dass die Abläufe in der Anlage nicht gestört werden. Und darum geht es in dem Film: Eine Palette mit Kokain wird unter Polizeischutz in die Müllverwertung zur sicheren Vernichtung gebracht. Während die Drogen unter Aufsicht in die Mülltrichter zum Ofen geworfen werden, wollen drei Verbrecher die Drogen klauen, wobei es zu einer wilden Schießerei kommt.

Zwei Facharbeiter der MVA konnten beim Filmdreh aber nicht nur ihr Fachwissen, sondern auch ihre schauspielerischen Talente mit einbringen. Michael Hirsch, echter Kranfahrer in der Anlage, hat auch im Film diese Aufgabe übernommen und Robert Ziegler, versierter Staplerfahrer, übernimmt im Film das Entladen der Kokainpalette. Damit der Dreh reibungslos klappte, musste einiges im Vorfeld geklärt werden. Wann ist die beste Zeit am Anliefertor zur Anlage zu drehen? Welche persönliche Sicherheitsausrüstung müssen die 65 Filmleute tragen? Welche Rechte müssen beachtet werden und welche Wege müssen frei bleiben? Das waren nur einige wenige Fragen, die es zu beantworten galt. "Im Vergleich zu den bisherigen Aufnahmen, die in der MVA gemacht wurden, war dieser Dreh eine besondere Herausforderung. Gemeinsam mit meinen Kollegen haben wir für den sicheren und reibungslosen Ablauf gesorgt und das Drehteam konnte interessante Bilder der Anlage aufnehmen, die Abläufe liefen nahezu ungehindert weiter, und alle haben wieder sicher die Anlage verlassen", resümiert Simone Vosswinkel, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit in der Müllverwertungsanlage.

Die Chefin läuft am Freitag, 13.10. um 20.15 Uhr im ZDF.


Standort

Ingolstadt, Oberbayern, Bayern, Deutschland