Veröffentlicht am Donnerstag, 12. Oktober 2017

In der Not...

"Pflaumenaugust" und die Folgen - Klinikums-Interimsgeschäftsführer Alexander Zugbradl legte sein Amt nieder, um einer Abberufung zuvorzukommen

Kurzfristig räumte Heribert Fastenmeier, der frühere Geschäftsführer der Klinikums Ingolstadt, seinen Posten. Staatsanwaltschaftliche Ermittlungen - sie dauern an - waren der Grund. Innerhalb kürzester Zeit mussten der Aufsichtsrat des Klinikums und die Zweckverbandsversammlung einen Nachfolger finden. Und da fanden sie Alexander Zugsbradl, der kurz zuvor als Vorstand der Rottal-Inn-Kliniken sein Amt niedergelegt hatte. Dass er dabei den dortigen Landrat Michael Fahmüller öffentlich scharf attackierte, war in Ingolstadt nicht angekommen oder unterbewertet worden. Die Not war eben groß und so bestimmten die zuständigen Gremien Zugsbradl einstimmig zum Interimsgeschäftsführer; verlängerten seinen immer nur für kurze Zeit geschlossenen Vertrag mehrfach einstimmig. Ende des Jahres 2017 wäre er endgültig ausgelaufen. Als seine Nachfolgerin wurde vor einigen Wochen Monika Röther gewählt. Sie tritt ihr Amt am 1. Januar an. Bis dahin wird ihr künftiger Geschäftsführer-Kollege Dr. Andreas Tiete allein die Geschäfte führen, denn Zugsbradl hat schon jetzt sein Amt niedergelegt und kam damit seiner Abberufung zuvor. Der Grund: Nachdem er bereits vor Wochen in einem Tweet einen Stadtrat und einen Ex-Mitarbeiter des Klinikums beleidigt hatte, postete er kürzlich bei Twitter: "Seehofer, dieser scharf an der Debilität entlang schrammende Pflaumenaugust muss weg - Bayern hat Besseres verdient".


(Quelle: Archiv)

Standort

Ingolstadt, Oberbayern, Bayern, Deutschland