Veröffentlicht am Dienstag, 12. September 2017

Vorbildliches Ingolstadt

Bundesinnenminister de Maizière informierte sich in der INVG-Leitstelle

Seit einen halben Jahr kann sich die Polizei in Ingolstadt in Echtzeit auf zwölf Video-Kameras der INVG aufschalten. An acht Haltestellen ist das bislang möglich. Diese Kooperation zwischen Kommune und Polizei bezeichnete Bundesinnenminister Thomas de Maizière bei seinem Besuch in der INVG-Leitstelle am Nordbahnhof als vorbildlich.


<p>V.l.: Christian Lösel, Reinhard Brandl, Robert Frank, Erhard Krammer und Thomas de Maizière</p>

V.l.: Christian Lösel, Reinhard Brandl, Robert Frank, Erhard Krammer und Thomas de Maizière

(Quelle: Ulli Rössle / Stadt Ingolstadt)

"Es ist sinnvoller, dass eine Kamera von fünf genutzt wird, anstelle von fünf Kameras, die jeweils einen Nutzer haben," meinte der Minister, der sich in einem Gespräch mit Vertretern der INVG und der Polizei über die Funktionsweise des Systems informierte (auch die Bundestagsabgeordneten Eva Bulling-Schröter und Reinhard Brandl waren dabei) und im Anschluss auch einen Blick in die "Schaltzentrale" warf. Dort erläuterte INVG-Geschäftsführer Robert Frank die Einzelheiten und ging z.B. auch auf die speziellen Anforderungen bei einem Heimspiel des FC Ingolstadt 04, aber auch die Grenzen der Videoüberwachung ein. Oberbürgermeister Christian Lösel wies darauf hin, dass durch den kooperativen Ansatz zwischen Stadt, INVG, IFG und Polizei die Sicherheit erhöht würde und die Stadt den Ausbau der Videoüberwachung etwa auf dem Viktualienmarkt weiter voran treibe. "Bis heute hat der Stadtrat all diese Maßnahmen einstimmig mitgetragen," betonte der OB. "Ich begrüße das," entgegnete der Minister, "ich finde es sehr gut die Einsatzmöglichkeiten und Grenzen auch politisch abzusichern."

(Quelle: Arzenheimer)

Polizeipräsident Günther Gietl bewertete die gemeinsame Nutzung der Videotechnik als sehr positiv.  Aufnahmen können bis zu einer Woche nach einer Straftat zum Zweck der Beweisführung verwendet werden. So sind im Übrigen auch Einbrüche einer organisierten Bande bei der INVG "aufgeflogen".

Die INVG-Leitstelle am Nordbahnhof wurde 2013 in Betrieb genommen und steuert den Berufsverkehr in der Stadt und in den INVG-Partnergemeinden. Zu den Aufgaben gehören das Störungsmanagement, die Anschluss-Sicherung und die Bedienung des dynamischen Fahrgastinformationssystems an den Haltestellen und im Internet.


Standort

Ingolstadt, Oberbayern, Bayern, Deutschland