Veröffentlicht am Montag, 7. August 2017

So clever parkt man in Ingolstadt

Vom parkscheinlosen Parken bis hin zu vielen E-Ladesäulen: In der Donaustadt setzt man auf neue Technologien

Das dürfte viele Autofahrer sehr freuen: Rund 380 zusätzliche Parkplätze stehen seit kurzem wieder zusätzlich in der Innenstadt zur Verfügung, denn die aufwendige Sanierung der Münstertiefgarage ist abgeschlossen. Sie verfügt nun über ein modernes Farbkonzept, ein elektronisches Parkleitsystem und natürlich über komplett neue Gebäudetechnik. Aber nicht nur die Parkeinrichtungen in Ingolstadt sind teilweise sehr modern (wie etwa auch die Congressgarage), es gibt auch einige technische Neuerungen, auf die die Autofahrer zurückgreifen können und die das Parken in Ingolstadt angenehmer machen.

Vielleicht kommt dem einen oder anderen das Problem bekannt vor: Man möchte zur Schranke fahren und kann mal wieder nicht die Parkkarte finden, die man eben noch gelöst hat. Oder man steht wieder einmal lange am Kassenautomaten an, obwohl man es eigentlich ziemlich eilig hat.


<p>Kein Kleingeld? Seit kurzem kann man dank "TraviPay" mit dem Handy das Parkticket zahlen.</p>

Kein Kleingeld? Seit kurzem kann man dank "TraviPay" mit dem Handy das Parkticket zahlen.

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Wer auf das System "park-IN connected" setzt, kann sich diese Situationen ersparen. Denn im Auto wird einfach ein Funketikett angebracht, das alle Autofahrer kostenlos bei der IFG ( Wagnerwirtsgasse 2) erhalten.

Die Registrierung ist dann ganz einfach: Im Parkportal, das man im Internet unter ingolstadt.de/parkportal aufrufen kann, kann man sich registrieren. Ist das passiert, klebt man einfach sein persönliches Funketikett an die Frontscheibe im Auto und kann "ParkIN connected" nutzen - man fährt einfach mit seinem Auto vor die Parkschranke, diese erkennt das Etikett und lässt den Fahrer passieren. Gezahlt wird ganz bequem monatlich per Lastschriftverfahren.

Außerdem kann man im Parkportal alle Parkvorgänge einsehen und auch bei Bedarf die Monatsrechnungen ausdrucken Praktisch: Das Funketikett funktioniert in allen zehn Parkeinrichtungen der IFG, die insgesamt 7000 Parkplätze bieten.

Bezahlen mit dem Smartphone

Wer kein Funketikett haben möchte, aber trotzdem ab und zu bargeldlos seine Parkrechnung begleichen möchte, der sollte vielleicht einmal einen Blick auf das Parksystem "TraviPay" werfen. Seit kurzem ist es auch in Ingolstadt für alle Autofahrer verfügbar.

Mit einer App können die Parkgebühren praktisch mit einem Klick gezahlt werden, der Gang zum Automaten oder die Suche nach Kleingeld fallen weg. Außerdem bleibt man so sehr flexibel: Denn braucht man einmal länger bei einem Termin, kann man den Parkvorgang unabhängig vom Aufenthaltsort ganz bequem verlängern - auf die jeweilige Höchstparkdauer weist die App dabei auch gleich noch hin. Zehn Minuten vor Ablauf der Parkzeit erhält der Nutzer außerdem eine Erinnerungs-Mitteilung, dass das Parkticket abläuft.

"Smart City" und

"Autonomes Parken"

Auch Oberbürgermeister Christian Lösel freut sich über Systeme wie park-IN connected und "TraviPay". "Überall dort, wo neue Technologien einen Vorteil oder eine Erleichterung für unsere Bürgerinnen und Bürger bieten, wollen wir sie auch aktiv nutzen und somit auch zu mehr Lebensqualität in unserer Stadt beitragen", sagt er. Für ihn sind Erfindungen wie diese ein weiterer Schritt hin zur "Smart City Ingolstadt".

Mit "Smart City" ("Intelligente Stadt") meint man Entwicklungskonzepte, die Städte effizienter und technologisch fortschrittlicher machen können. Diese Konzepte beinhalten technische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Innovationen. Dazu gehört im Bereich Verkehr etwa auch eine "intelligentere" Ampelschaltung, damit der Verkehr besser fließt. Oder aber auch das "autonome Parken", das Audi zusammen mit der Stadt Ingolstadt in Zukunft umsetzen möchte. Der Fahrer gibt dann sein Auto am Eingang ab, das selbstständig geparkt wird - das spart nicht nur Zeit für die Autofahrer, sondern auch Platz, da die Autos eng geparkt werden können. Denn Aussteigen muss ja dann niemand mehr. Das System wurde bereits am Nordbahnhof erprobt.

Laden statt tanken

Auto abstellen und "vollgetankt" vorfinden, wenn man wieder an den Parkplatz zurückkehrt? Klingt eigentlich zu gut, um wahr zu sein, aber Besitzer eines Elektroautos dürfen sich in Ingolstadt schon seit einiger Zeit über diesen Service dank zahlreicher Ladesäulen freuen. Wer Inhaber einer Ladekarte der Stadtwerke Ingolstadt ist, lädt sein Auto sogar kostenlos, aber auch sonst braucht man nicht lange nach Kleingeld suchen. Mit der Webapp "ladepay" kann man den QR-Code direkt an der Elektrosäule einlesen, die Abrechnung erfolgt dann per PayPal.

Ladesäulen für Elektroautos gibt es unter anderem in der Mauthstraße, beim Audi Sportpark, auf vielen städtischen Parkeinrichtungen oder auch am Klinikum Ingolstadt.