Veröffentlicht am Donnerstag, 10. August 2017

Christoph Ransmayr bekommt den Marieluise-Fleißer-Preis 2017

Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird im Herbst an den österreichischen Schriftsteller verliehen

Der Marieluise-Fleißer-Preis wird heuer zum fünfzehnten Mal von der Stadt Ingolstadt vergeben. Die Jury entschied sich für den österreichischen Autor Christoph Ransmayr. Der Preis wird im Herbst dieses Jahres an den Schriftsteller verliehen, die Preissumme beträgt 10.000 Euro.


<p>Der Marieluise-Fleißer-Preis 2017 geht an Christoph Ransmayr aus Wien.</p>

Der Marieluise-Fleißer-Preis 2017 geht an Christoph Ransmayr aus Wien.

(Quelle: Magdalena Weyrer)

Christoph Ransmayr wurde 1954 in Wels / Oberösterreich geboren und studierte Philosophie und Ethnologie. Er lebt in Wien und in West Cork, Irland. Seine literarische Arbeit begann er 1979 als Kulturredakteur der Wiener Monatszeitschrift "Extrablatt" und als Verfasser von Reportagen und Essays für bundesdeutsche Zeitschriften wie das legendäre "TransAtlantik", für "Merian" und "Geo". Neben den Romanen "Die Schrecken des Eises und der Finsternis" (1984), "Die letzte Welt" (1988), "Morbus Kitahara" (1995) und "Der fliegende Berg" (2006) erschienen kleinere Prosaarbeiten zu verschiedenen Spielformen des Erzählens - u.a. "Der Weg nach Surabaya" (1997), "Die Unsichtbare" (2001), "Geständnisse eines Touristen" (2004), "Damen & Herren unter Wasser" (2007), "Atlas eines ängstlichen Mannes" (2012), das Theaterstück "Odysseus, Verbrecher" (2010 und der aktuelle Roman "Cox oder Der Lauf der Zeit" (2016). Für seine Bücher, die bisher in mehr als dreißig Sprachen übersetzt wurden, erhielt er zahlreiche literarische Auszeichnungen, unter anderem die nach Friedrich Hölderlin (1998), Franz Kafka (1995), Bertolt Brecht (2004) und Ernst Toller (2013) benannten Literaturpreise, den Premio Letterario Internazionale Mondello (1997) und, gemeinsam mit Salman Rushdie, den Prix Aristeion der Europäischen Union (1996).

Der Marieluise-Fleißer-Preis der Stadt Ingolstadt wurde erstmals im Jahr 1981 verliehen, erste Preisträgerin war Irmgard Keun.

Hier die Übersicht aller bisherigen Preisträger:

1981 Irmgard Keun (* 1910, + 1982)

1986 Uwe Dick (* 1942)

1989 Herta Müller (* 1951)

1992 Thomas Hürlimann (*1950)

1995 Robert Schneider (*1961)

1998 Gert Heidenreich (* 1944)

2001 Petra Morsbach (* 1956)

2003 Harald Grill (* 1951)

2005 Kerstin Specht (* 1956)

2007 Franz Xaver Kroetz (* 1946)

2009 Dea Loher (*1964)

2011 Sibylle Lewitscharoff (* 1954)

2013 Rainald Goetz (* 1954)

2015 Ulrich Peltzer (*1956)