Veröffentlicht am Donnerstag, 10. August 2017

Heimatpflege?

Kaum jemand nimmt Notiz davon, was zurzeit in einigen Ingolstädter Ortsteilen baulich abläuft

Als bei Bauarbeiten auf dem Gießereigelände in der Erde liegende Fundamentreste einer alten Festungsanlage entdeckt und dann beseitigt wurden, da war die Empörung groß. Lokalpresse, Leserbriefschreiber, soziale Medien und Stadtheimatpfleger widmeten sich dem Thema. Kaum jemand nimmt aber davon Notiz, was zurzeit in einigen Ortsteilen baulich abläuft. Die oft von landwirtschaftlichen Anwesen geprägten Dorfstraßen verändern sich zu gesichtslosen Vorstadtquartieren. Gehöfte werden abgerissen und durch betriebswirtschaftlich optimierte Wohnbebauung ersetzt. Ob sich diese in die dörfliche Umgebung wirklich einpasst, wie es das Gesetz verlangt - darüber könnte man in einigen Fällen streiten und berichten. Doch Medien und Stadtheimatpfleger schweigen. Vielleicht stehen die Höfe nicht unter Denkmalschutz. Doch geprägt haben sie das Ortsbild allemal.


<p>Hermann Käbisch</p>

Hermann Käbisch

(Quelle: Archiv)

Standort

Ingolstadt, Oberbayern, Bayern, Deutschland