Veröffentlicht am Donnerstag, 10. August 2017

Einsatzreicher Tag für die Floriansjünger

Zu mehreren teils parallelen Einsätzen wurde die Ingolstädter Feuerwehr im Tagesverlauf des Mittwochs gerufen.

Begonnen hatte der Mittwoch für die eingeteilten Berufsfeuerwehrleute mit einem Löschzugalarm in einem Wohn- und Geschäftshaus in der Levelingstraße. Nach der Erkundung konnte das komplett geräumte Gebäude schnell für den Parteiverkehr wieder freigegeben werden.


(Quelle: Adobe Stock /MABO)

Kaum in der Feuerwache zurück, mussten mehrere Fahrzeuge der Berufsfeuerwehr in die Richard-Wagner-Straße ausrücken. Beim Spurwechsel touchierten sich ein LKW und ein PKW. Hierbei riss der Dieseltank auf und der Inhalt des ca. 350 Liter fassenden Treibstofftanks ergoss sich auf die Straße. Der Kraftstoff wurde durch die Berufsfeuerwehr mittels speziellen Ölbindemittel aufgenommen. Der restliche Dieselkraftstoff mussten noch aus dem Tank abgepumpt und in separaten Fässern zwischengelagert werden.

Zeitgleich wurden weitere Kräfte der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Stadtmitte zu einer unklaren Rauchentwicklung in der Niemeser Straße gerufen. Dort war eine Sonnenmarkise ein Raub der Flammen geworden. Beim ersten Löschangriff konnte eine Mieterin aus ihrer verrauchten Wohnung in Sicherheit gebracht werden und dem Rettungsdienst zur weiteren Versorgung übergeben werden. Nach Sichtung durch den Rettungsdienst konnte die Bewohnerin glücklicherweise in ihrer Wohnung bleiben. Anschließend wurden noch Nachlöscharbeiten im Balkonbereich und vorsorglich Schadstoffmessungen in den angrenzenden Wohnungen durchgeführt, die jedoch ergebnislos blieben. Kurze Zeit später riefen Bürger aus dem Ortsteil Gerolfing an und meldeten einen Brand am Waldrand des Gerolfinger Eichenwaldes. Sogleich wurde die Freiwillige Feuerwehr Gerolfing und eine Einheit der Berufsfeuerwehr Ingolstadt alarmiert. Beim Anfahren an die Einsatzstellen stellte sich jedoch schnell heraus, dass es sich um das kontrollierte Verbrennen von Käferholz handelte und ein Eingreifen der anrückenden Einsatzkräfte nicht notwendig war.

Rund zwei Stunden später löste in einem Gewerbebetrieb die Brandmeldeanlage an einem Rollenprüfstand aus. Die angerückten Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr fanden Rauch im Untergeschoß des Versuchsstandes vor. Sogleich baute der mit Atemschutzgeräten ausgerüstete Trupp ein Löschrohr und einen Lüfter auf, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Schnell stellte sich aber heraus, dass dampfendes Hydrauliköl die Ursache für die Rauchentwicklung war. Zur gleichen Zeit wurde eine weitere Einheit der Berufsfeuerwehr zur Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehren Brunnereuth und Hundszell alarmiert, da ein PKW in Vollbrand geraten war. Die Kameraden der Feuerwehr Hundszell konnten mit zwei Feuerlöschern den Brand schnell unter Kontrolle bringen. Mit Unterstützung der Berufsfeuerwehr und unter Vornahme eines Schaumrohres konnte das Feuer durch die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr schnell abgelöscht und die Straße für den Verkehr wieder frei gegeben werden.

Auch in den Abendstunden flaute das Alarmaufkommen nicht ab. Zunächst löste wiederum eine automatische Brandmeldeanlage in einem großen Einkaufszentrum im Ingolstädter Nord-Osten aus. Noch während der ersten Minuten an der Einsatzstelle ereilte der nächste Hilferuf die Feuerwehr. In der Ingolstädter Altstadt nahm ein Anwohner eine starke Rauchentwicklung in einer Tiefgarage wahr. Eine erste Erkundung unter Pressluftatmer ergab, dass in einem angrenzenden Technikraum mehrere Energiespeicher überhitzt waren. Die Anwohner wurden vorsorglich evakuiert. Im Anschluss wurden die Energiespeicher fachgerecht demontiert. Die Tiefgarage sowie der Treppenraum wurden unter Zuhilfenahme mehrerer Hochleistungslüfter belüftet. Nach zwei Stunden konnte die Einsatzstelle dem Besitzer übergeben werden und die Einsatzkräfte zur Feuerwache einrücken.