Veröffentlicht am Dienstag, 11. Juli 2017

Ein großer Park für Ingolstadts Norden

Der Max Emanuel Park nördlich des Audi Geländes soll auf bis zu 30 Hektar anwachsen

Vor der Landesgartenschau ist nach der Landesgartenschau: Während der Startschuss für die Gestaltung des LGA Geländes 2020 im Nordwesten gefallen ist, tut sich auch im Ingolstädter Norden etwas. Hier soll der zweite Grüngürtel weiter geführt werden - mit einem 15 bis 30 Hektar großen Park.


(Quelle: Arzenheimer)

Dort wo sich jetzt das Audi-Werksgelände befindet, stand einst das Vorwerk Max Emanuel, das zur Bayerischen Landesfestung gehörte. Es ist der Namensgeber für den kleinen Park, der bereits nördlich des Audi Werks besteht. Dieser soll nun zwischen Retzgraben und Mühlbach sukzessive auf bis zum 30 Hektar erweitert werden, die Stadt sei bereits dabei, Grundstücke zu erwerben, erklärt Ingolstadts Zweiter Bürgermeister Albert Wittmann. "Wir gehen mit der Vision eines großen Parks ganz offen an die Grundstücksbesitzer heran. Sie sollen wissen, wofür wir ihre Grundstücke verwenden möchten." Dass das nicht von heute auf morgen passieren kann, ist klar. Die Umgestaltung des Geländes ist ein langfristiges Projekt, das sich in den nächsten zehn Jahren entwickeln könne: "Wir planen und legen die Flächen so an, wie wir sie kaufen können," erklärt Albert Wittmann, der selbst in Etting zuhause ist. "Im Herbst werden wir einen ersten Plan im Bezirksausschuss in Etting vorstellen."

Mehr als eine Ausgleichsfläche

Wegen des Ausbaus der Verkehrswege um das Audi-Gelände werden im Herbst etliche Bäume gefällt werden müssen. Das wird sicherlich für wenig Begeisterung sorgen, weiß auch Albert Wittmann. Dazu kommt, dass für den Ausbau zwar die Ausweisung von Ausgleichsflächen vorgeschrieben ist, diese aber irgendwo im Stadtgebiet entstehen können. Die Ettinger hätten nichts davon, deswegen sei dieser Park gerade für den Stadtteil im Norden so entscheidend. Mit bis zu 30 Hektar könnte der Park größer werden als das ehemalige Landesgartenschaugelände im Klenzepark (20 ha) und das Gartenschaugelände 2020 mit seinen knapp 28 Hektar. "Ich finde, dass wir uns damit nicht überfordern," so Wittmann. Erste Gespräche mit Audi in Sachen "Max Emanuel Park" seien bereits geführt worden, so Wittmann. Man stehe dem Vorhaben sehr positiv gegenüber, schließlich würde so auch für Tausende Mitarbeiter ein "Naherholungsgebiet" für Mittagspause und Co. entstehen.

Die Umgestaltung zum Park und die damit einhergehende Pflanzung von Bäumen, Sträuchern und Blumen dürfte auch die Bewohner freuen, die sich jetzt schon in der "Klein-Version" des Max Emanuel Parks wohl fühlen: Audi hat dort in Kooperation mit örtlichen Imkern 400 000 Hongbienen angesiedelt, die in Zukunft bei der Pollensuche wohl auf ein vergrößertes Blütenangebot zurück greifen können.