Veröffentlicht am Samstag, 17. Juni 2017

Auf zum Stadtradeln!

Oberbürgermeister Christian Lösel zur Aktion Stadtradeln und zum Fahrradverkehr in Ingolstadt

Im Juli steht wieder die Aktion Stadtradeln an. Herr Dr. Lösel, warum ist Ihnen dieses Thema so wichtig?

OB Christian Lösel: Eine Großstadt wie Ingolstadt muss alle Verkehrsträger stärken. Natürlich muss das auch immer wirtschaftlich erfolgen. Das bedeutet: Dort wo Straßen sinnvoller sind, bauen wir Straßen, wo wir den ÖPNV besser aufstellen können, sorgen wir für eine bessere Ausrüstung und Linienführung des ÖPNV, aber es gilt auch den Fahrradverkehr zu stärken. Denn heutzutage wollen viele Leute lieber aufs Fahrrad steigen als sich ins Auto zu setzen. Das Thema Stadtradeln soll dazu beitragen, das Bewusstsein zu schärfen, dass man nicht nur mit dem Auto, sondern auch mit dem Fahrrad fahren kann - zur Arbeit oder auch zu verschiedenen anderen Gelegenheiten.


<p>OB Dr. Christian Lösel</p>

OB Dr. Christian Lösel

(Quelle: Archiv)

Wer kann beim Stadtradeln mitmachen - und welchen Platz erhoffen Sie sich 2017 für Ingolstadt?

Lösel: Nicht wer kann mitmachen - sondern es sollen möglichst alle mitmachen! Laden Sie sich die Stadtradeln-App auf Ihr Handy runter, melden Sie sich beim Stadtradeln der Stadt Ingolstadt an und machen Sie mit vom 1. bis zum 21. Juli! Sammeln Sie so viele Radl-Kilometer wie möglich, damit wir als Stadt Ingolstadt möglichst weit vorne dabei sind. In den letzten Jahren haben wir immer sehr gute Plätze belegt, dennoch lege ich nicht soviel Wert darauf, immer Platz 1 oder 2 zu sein. Es geht mehr um das Thema Spaß bei der ganzen Sache.

Ingolstadt hat kürzlich beim ADFC-Klimatest mit einem deutschlandweit 5. Platz und bayernweit 2. Platz gut abgeschnitten. Wie bewerten Sie das Ergebnis?

Lösel: Es ist ein Ansporn weiterzumachen, weiter zu verbessern, weiter im Fahrradwege-Verkehrssystem Lücken zu schließen, weiter dort anzupacken, wo es bei Kreuzungen, Ampeln und Verkehrswegen hakt oder bei Baustellen oder der Fahrradmitnahme Probleme gibt. Wir müssen versuchen, sämtliche Lücken und Probleme zu beseitigen. Das ist einer Großstadt würdig und das bringt auch die meisten Erfolge.

Stichwort "Fahrradverkehr in Ingolstadt": Was gibt es hier noch zu verbessern?

Lösel: Insbesondere geht es um das Thema Vorrangrouten, wo wir im vergangenen Winter unsere ersten Erfahrungen mit den neuen Routen im Fahrradsystem gemacht haben. Es geht um die Räum- und Streudienste, aber auch gleichzeitig darum, dass man Ampelzyklen zugunsten der Fahrradfahrer schaltet oder beispielsweise die problemlose Verkehrsführung an der Donau entlang, etwa an der Schlosslände, prüft. Also müssen wir gemeinsam in die Pedale treten, damit wir beim Stadtradeln wieder ganz vorne mit dabei sind.


Standort

Ingolstadt, Oberbayern, Bayern, Deutschland