Veröffentlicht am Samstag, 17. Juni 2017

Audi stellt Umsetzungsplan für Diesel-PKW-Rückruf vor

Der Ingolstädter Autohersteller ruft in Deutschland über 12.000 Diesel-Modelle mit erhöhten Abgaswerten zurück

Nach Informationen des Handelsblatts steht das Konzept für den Rückruf von über 12.000 Diesel-Fahrzeugen der Marke Audi. Die Audi AG habe dem Kraftfahrtbundesamt den vom Bund geforderten Vorschlag dazu unterbreitet. Allerdings widerspricht das Unternehmen den Vorwürfen, absichtlich eine "Schummelsoftware" verwendet zu haben. Vielmehr handele es sich um einen "unbeabsichtigten Fehler der Getriebesoftware".


(Quelle: Audi AG)

"Wir halten alle Vorgaben des Kraftfahrtbundesamtes ein", wird im Handelsblatt ein Audi-Sprecher zitiert. Das Kraftfahrtbundesamt müsse nun entscheiden, ob es dem vorgelegten Konzept zustimme. Das Ingolstädter Unternehmen war vom Bund aufgefordert worden, bis zum 16. Juni einen Plan für den Diesel-PKW-Rückruf zu präsentieren. In der Zwischenzeit stellte die Deutsche Umwelthilfe (DUH) äußerst hohe Stickoxid-Messwerte bei einem A8-Oberklassediesel fest: Damit sei der A8 der "schmutzigste Diesel". Wenn das Kraftfahrtbundesamt zustimme, könne die Rückruf-Aktion Mitte bis Ende Juli beginnen, so der Audi-Sprecher gegenüber dem Handelsblatt.