Veröffentlicht am Donnerstag, 8. Juni 2017

Vertraut

IN-City-Chef Thomas Deiser und Martina Gönner wurden von OB Christian Lösel getraut

Eigentlich ist Oberbürgermeister Christian Lösel im verdienten Pfingsturlaub. Doch er nahm sich die Zeit, um Thomas Deiser (CSU-Stadtrat und Vorsitzender von IN-City) und dessen Braut Martina Gönner im historischen Sitzungssaal des Alten Rathauses zu trauen.


<p>Die Hochzeitsgesellschaft vor prächtiger Kulisse: Thomas Deiser und seine frischgebackene Ehefrau mit Festgästen in der Theresienstraße.</p>

Die Hochzeitsgesellschaft vor prächtiger Kulisse: Thomas Deiser und seine frischgebackene Ehefrau mit Festgästen in der Theresienstraße.

(Quelle: Kajt Kastl)

Etwa 150 Freunde des Brautpaares hatten sich eingefunden, um der Trauung beizuwohnen und anschließend im Corso Italia in der Theresienstraße zusammen zu feiern. In der Trauungsrede zu Beginn der Zeremonie plauderte Christian Lösel aus dem Nähkästchen und offenbarte dem sichtlich amüsierten Freundeskreis vieles über das Brautpaar. Da wurden die temperamentvolle Braut und der stoische Bräutigam gehörig auf die Schippe genommen. Es wurde bekannt, wie Thomas Deiser die Braut in einem Café kennen lernte: Martina Gönner zeigte einer Freundin auf dem Handy von ihr gemalte Landschaftsbilder.Thomas Deiser saß am Tisch daneben und ließ sich mit "extrem geheuchelten Interesse" (seine Aussage) die Aufnahmen zeigen, um mit seiner nunmehrigen Ehefrau ins Gespräch zu kommen. Christian Lösel verriet auch, wie es dazu kam, dass der geborene Junggeselle Deiser plötzlich "ehewillig" wurde. "Sie hat die Kinder auf mich gehetzt" erzählte Deiser im Vorfeld der Trauung schmunzelnd dem ehrenamtlichen Standesbeamten Lösel. Mit einem Vorurteil räumte der Oberbürgermeister bei dieser Gelegenheit auf: "Trauung" kommt nicht von "sich trauen" sondern von "sich vertrauen". Und alle Gäste spürten ohnehin, wie stark das wechselseitige Vertrauen der Brautleute ist. Zwar war das "Ja-Wort" der Braut sehr leise ("Ich habe da schon Hoffnung geschöpft", erzählte der Bräutigam lachend beim anschließenden Empfang). Doch spätestens als Christian Lösel vom gemeinsam ausgesuchten Familienstammbuch sprach und die nunmehrige Ehefrau sofort bestimmt und deutlich bekundete, dass sie das allein ausgesucht habe, wurde klar, dass die eingangs gegebene Beschreibung der jeweiligen Temperamente zutreffend war.

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Beim anschließenden Empfang im Corso Italia von Sandro Montuori lockerten Prosecco, edle Weine (zum Beispiel der allseits geschätzte Lugana vom Gardasee) und Spirituosen schnell die Stimmung. Fingerfood (feinste italienische Vorspeisen von Salami bis Käse) sorgte für die erforderliche Grundlage im Magen. Türedi Deniz hatte für einen "Hochzeitsbaum" gesorgt, auf und unter dem Geschenke abgegeben werden konnten. Sie und andere Freunde des Brautpaares organisierten auch die Versteigerung eines Strumpfbandes der Braut. Der Bräutigam hatte übrigens ein farblich auf das Brautkleid abgestimmtes Einstecktuch. "Das stammt vom übrig gebliebenen Stoff des Brautkleides", verriet Thomas Deiser im Freundeskreis. Dass Gäste noch um 18.00 Uhr feierten belegt, wie gut die Stimmung im Corso war.

Der Bräutigam hat übrigens am Hochzeitstag auch Geburtstag. " Den Termin für die Hochzeit habe ich mit Absicht so gewählt. So vergesse ich später den Hochzeitstag nicht", erklärt Thomas Deiser. Eine pragmatische Lösung.