Veröffentlicht am Freitag, 19. Mai 2017

Bitte keinen Bodycheck!

Was man als Konzertbesucher nicht alles aushalten muss.

Sicherheitsvorkehrungen müssen sein. Ganz klar. Und gerade so ein Udo Lindenberg Konzert ist ja das gefährlichste, was man überhaupt besuchen kann. Seine Anhänger gehören wohl zur Hochrisikogruppe. Deswegen flatterte auch folgende Warnung ins Haus: "Verstärkte Sicherheitsmaßnahmen beim Udo Lindenberg Konzert: Verbot größerer Handtaschen, Rucksäcke und Helme - zusätzliche Einlasskontrollen mit Bodychecks!" Aua! Als alter Eishockeygucker bekommt man ja schon beim Lesen des Wortes "Bodycheck" tierische Schmerzen. Man stelle sich vor, so ein wuchtiger Security-Mann schmettert einen mit Power an die Bande, bevor man den Konzertsaal oder das Stadion betreten darf. Besser: kann. Ja kann man dann eigentlich noch? Es ist ganz schön brutal, was man heutzutage als Konzertbesucher im 21. Jahrhundert über sich ergehen lassen muss. Und auch irgendwie blöd, dass auch noch Helme verboten sind. Jeder Eishockeyspieler und -trainer weiß doch, wie wichtig die Dinger gerade bei einem Check wären. "Ebenso werden alle Zuschauer gebeten, auf das Mitbringen von Gegenständen aller Art zu verzichten, die nicht unbedingt benötigt werden" heißt es weiter im Text. Schon wieder so eine seltsame Anweisung. Der eine braucht seine dritten Zähne, der andere nicht, zumindest nicht während des Konzerts. Ob man sie bei der Security abgeben kann oder wegen ihrer Gefährlichkeit sogar abgeben muss? Es soll ja schon manch ein Konzertbesucher einem anderen ein Ohr abgekaut haben. Wenn er noch eines hatte, nach dem Bodycheck.


(Quelle: Archiv)