Veröffentlicht am Mittwoch, 17. Mai 2017

Vorsicht vor falschem Anwalt

Polizei warnt vor Betrugsmasche, bei der sich Kriminelle als "Nachlassverwalter" verstorbener Verwandter ausgeben

Die Kripo Ingolstadt ermittelt in einem Betrugsfall, durch den das Opfer um mehrere tausemnd Euro gebracht wurde. In der Mitteilung dazu heißt es: Bereits Ende Februar erhielt eine Frau aus dem östlichen Landkreis Eichstätt eine Email, in welcher der Absender angab, der Rechtsanwalt eines in Spanien verstorbenen Verwandten zu sein. Dieser habe ein beträchtliches Erbe in Höhe mehrerer Millionen Euro hinterlassen, ohne dass bisher Erben gefunden wurden. Es entwickelte sich ein reger Telefon- und Email-Verkehr, in dessen Verlauf der Geschädigten erfolgreich suggeriert wurde, dass sie die Begünstigte dieses Erbes sei. Der unbekannte Täter untermauerte dies immer wieder durch die Übersendung totalgefälschter Bescheinigungen, wie etwa Kontoauszüge oder Sterbeurkunde. Zur Sicherung des Erbes sollte die vermeintliche Erbin eine Bearbeitungs- und Transfergebühr überweisen. Letztendlich überwies die Geschädigte mehrere tausend Euro auf spanische Konten.


(Quelle: Fotolia/sp4764)

Die Kriminalpolizeiinspektion Ingolstadt hat die Ermittlungen in diesem Fall übernommen.

Warnhinweis:

Die Kriminalpolizei rät in solchen Fällen zu besonderer Vorsicht. Opfer sind häufig Gewerbetreibende oder Privatleute, die im Internet vertreten sind. Auf diese Weise verschaffen sich die Betrüger Namen, Anschrift und Email-Adresse.

Werden sie mißtrauisch, wenn sie Bescheinigungen oder Dokumente erhalten, die in auffällig schlechtem Deutsch formuliert sind und die erste Kontaktaufnahme mittels Email zustande kommt.