Veröffentlicht am Mittwoch, 19. April 2017

Neue Heimat?

Ist ein ehemaliger Medienliebling zum "Rechtsaußen" geworden?

Vor fünf Jahren war er der Liebling der Ingolstädter Medien. Als Alois Finkenzeller sich dem lokalpolitischen Thema "unebenes Pflaster" widmete und vermeintliche Stolperfallen in der Stadt mit einem gelben "A" markierte, da rauschte der Blätterwald. Große Artikel und Bilder zeigten den Ingolstädter Anwalt, der einst als SPD-Gemeinderat in der Region aktiv war. Seine Popularität befeuerte die Gründung der "Aktion Innenstadt", eine der Keimzellen der bei der Kommunalwahl 2014 mit zwei Stadtratsmandaten bedachten BGI. Doch bei der Kommunalwahl war Finkenzeller schon nicht mehr dabei. In den Stadtrat wollte er nicht. Außerparlamentarische Opposition war ihm lieber, wie er in einem Interview bestätigte. Jetzt hört man nichts mehr von diesem Politikaktivisten. Es sei denn, er steckt hinter "Lois Fink", einem Facebook-Accout. Insider behaupten dies und verweisen auf das Hundeporträt des Accounts. Es sei eindeutig der Hund Finkenzellers. Auch die dort veröffentlichte Kurz-Biographie bestätigt dies. Ist es Finkenzeller, dann hat er vielleicht eine neue poltische Heimat gefunden. Seit Anfang März finden sich etwa 15 zustimmende Beiträge auf der Facebook-Seite des AfD-Kreisverbandes Ingolstadt von Lois Fink. Ein Beispiel zum Thema Flüchtlinge vom 29.03.: "... Haben die lauter Irre bei uns reingelassen. Und alle haben ein Messer oder eine Axt dabei. Die Zustände werden noch schlimmer werden."


(Quelle: bp)