Veröffentlicht am Dienstag, 18. April 2017

Wo liegt dein Müll?

Kommunalbetriebe: mit flotten Sprüchen gegen die Vermüllung

Die Kommunalbetriebe starten ab sofort die Kampagne "Nachdenkzettel" für mehr Sauberkeit in Ingolstadt. Mit den Nachdenkzetteln "Wo liegt dein Müll?" thematisieren sie mit Sprüchen in Mundart die Vermüllung. Die Nachdenkzettel sind vorerst an den Abfalleimern am ZOB und am Bussteig am Hauptbahnhof und manchen Litfaßsäulen zu finden. Die Aktion wird Schritt für Schritt weiter ausgebaut. So werden auf der Internetseite www.nachdenkzettel.de weitere Informationen zu finden sein und zukünftig auch ein Spruchwettbewerb ausgerufen.

Für die Aktion werden unter anderem Sprüche wie "Unser Reinheitsgebot", "Für dein Babberdeggl", "Bei uns is´ schee" oder "Knapp danebn is a vorbei" zukünftig auf den Abfalleimern der Stadt zu finden sein. Dabei gibt es unterschiedliche Aufkleber und damit immer wieder einen neuen Spruch zu entdecken. Die Aufkleber werden im Aktionszeitraum regelmäßig ausgetauscht. Aber nicht nur die Mülleimer dienen als Plattform. An den Litfaßsäulen fragen die Kommunalbetriebe das Meinungsbild zu Ingolstadt ab. Ist es bei uns "schee" oder nicht. Dabei erfolgt die Abstimmung durch Aufkleben von gekautem Kaugummi.


<p>Präsentiert die Kampagne Nachdenkzettel: Thomas Schwaiger, Vorstand der Kommunalbetriebe (links). </p>

Präsentiert die Kampagne Nachdenkzettel: Thomas Schwaiger, Vorstand der Kommunalbetriebe (links). 

(Quelle: Sabine Roelen)

"Wir wollen das Thema Vermüllung in den Fokus rücken und das bewusst auf eine eher lustige Art und Weise", so Thomas Schwaiger, Vorstand der Kommunalbetriebe. Deren Mitarbeiter sind an sieben Tagen die Woche in Ingolstadt unterwegs, um Abfalleimer zu leeren und die Stadt sauber zu halten. "Unser Ziel ist es, zum Nachdenken anzuregen, wo man seinen Abfall hinschmeißt. Dass dieser in die Abfalleimer gehört, sollte ja eigentlich klar sein", so Schwaiger weiter. Es ist nicht richtig, dass Bürger in Ramadama-Aktionen und die Mitarbeiter der Stadtreinigung den achtlos weggeworfenen Abfall anderer Mitbürger aufsammeln müssen. Dies kostet Geld und wird somit über Gebühren von allen Ingolstädtern bezahlt.

Die Aktion wird Schritt für Schritt weiter ausgebaut. Es soll noch ein Ideenwettbewerb um den besten Spruch ausgerufen und die Internetseite weiter ausgebaut werden.